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Waisenhaus Ma Niketan in Thane - Mumbai

November 2012

Zum nunmehr dritten Mal hatten wir im Jahr 2007 eine gemeinsame Projektfinanzierung mit dem Förderverein "Eine Welt Elmshorn". Für das von unserem Freund Günther Pankoke betreute Waisenhaus für ca. 360 Mädchen hatten wir in den vergangenen Jahren bereits Schuluniformen, Gebäude, Sanitäreinrichtungen und Brunnen gefördert und darüber auch berichtet.

Aufgrund der rasant voranschreitenden Hochhausbebauung im Ballungsraum Mumbai (Bombay) kommt es in den Vorstädten wie Thane, wo sich Ma Niketan befindet, bereits zu massiven Einschränkungen in der öffentlichen Wasserversorgung. In diesem Jahr hat Ma Niketan durch unsere finanzielle Hilfe eine umfangreiche Regenwasseranlage zum Auffangen und Nutzen des Monsunregenwassers für Brauchwasser installieren können.

Günther Pankoke besucht Ma Niketan regelmäßig und hat uns vom Erfolg unserer Projekte berichtet. Ende Februar 2008 war er wieder dort.

 


Bildergalerie

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Im  Jahr 2009 wurde die vom VFKE finanzierte Solaranlage zur Warmwasserbereitung in Betrieb genommen. Unsere Partner haben auch in 2010 das Waisenhaus besucht und konnten uns von dem Alltag und der Nutzung der Anlage berichten, die eine wesentliche und dauerhafte Verbesserung der hygienischen Bedingungen für die zurzeit 351 Mädchen darstellt.

Ein ganz herzlicher Dank gilt dem Ehepaar Pankoke, das seit Jahren den Kontakt zwischen Ma Niketan und dem VFKE aufrecht erhält!

 

 

 


November 2013

Grüne Oase inmitten der Hochhäuser von Mumbai
Grüne Oase inmitten der Hochhäuser von Mumbai

Auch in diesem Jahr wurde die Zusammenarbeit des VFKE mit dem Mädchenwaisenhaus Ma Niketan in Thane durch persönlichen Kontakt erneut gefestigt. Im Oktober 2013 lernte nun auch unsere stellvertretende Vorsitzende Marianne Weide dieses vorbildlich geführte Waisenhaus für derzeit 300 Mädchen kennen. Sie war tief beeindruckt von der enorm engagierten Arbeit der Schwestern der „Helpers of Mary“. Eine gut ausgewogene Mischung zwischen einem hohen Maß an Disziplin, das die neun Schwestern den Mädchen im Alltag abverlangen, und ihrer beständigen, sehr liebevollen Fürsorge scheinen den Erfolg der Arbeit auszumachen. Die angenehme Atmosphäre dieses Waisenhauses kann man besonders gut in der persönlichen Begegnung vor Ort erfahren. Überall auf dem großen parkähnlichen Grundstück trifft man auf freundliche, oft fröhliche, manchmal ausgelassene Mädchen im Alter von 4 bis 23 Jahren. Alter, gepflegter Baumbestand, ein üppiger Blumen- und Nutzgarten erscheinen dabei wie ein schützender Wall gegen die immer dichter an die Grundstücksgrenze heran gebauten und zum Teil extrem hohen Neubauten der Nachbarschaft. Ma Niketan wird immer stärker zu einer Oase inmitten einer lauten, eng bebauten Großstadt.

 

Der VFKE hatte bereits 2012 beschlossen, sich an der Finanzierung eines Neubaus für das sehr baufällig gewordene Mädchenwohnhaus „Little Paradise“ zu beteiligen. Zum damaligen Zeitpunkt wartete man „nur noch“ auf die Baugenehmigung. Inzwischen ist der Grundstein für das neue Haus zwar gelegt, das behördliche Verfahren jedoch noch immer nicht abgeschlossen. Beim Besuch vor Ort konnte Marianne Weide sich von der Hartnäckigkeit der Schwestern bei ihren Bemühungen um einen zügigen Baubeginn und den Schwierigkeiten im indischen Behördendschungel überzeugen. An dieser Stelle seien einmal die Standhaftigkeit und die Beharrlichkeit der Schwestern anerkennend hervorzuheben, mit der sie ihre Position klar vertreten und keinerlei Korruption zulassen wollen.

Marianne und Klaus Weide mit Schülerinnen und Schwestern des Waisenhauses Ma Niketan
Marianne und Klaus Weide mit Schülerinnen und Schwestern des Waisenhauses Ma Niketan

Das tägliche Leben muss jedoch weitergehen und so eröffnen die Schwestern beständig neue Perspektiven für die Mädchen und entwickeln eigene Ideen für deren weitere Ausbildung nach dem Schulabschluss: Bis Sommer 2014 soll in Ma Niketan für Schulabgängerinnen, die nicht auf ein College oder die Universität gehen, ein kleines berufliches Ausbildungszentrum (Schneiderei, Stickerei, Kosmetik, Computerkenntnisse u.ä.) eingerichtet werden. Bisher werden diese Ausbildungen bei externen Instituten durchgeführt, sind dort jedoch mit hohen Kosten verbunden. Zudem waren deren Qualität und Preis-Leistungsverhältnis unzureichend. Die Chancen für Frauen mit den geplanten Ausbildungen sind auf dem indischen Arbeitsmarkt hoch und bieten einen guten Einstieg in eine wirtschaftliche Unabhängigkeit. Ein vielversprechender Anfang wurde vor circa einem Jahr mit der Einrichtung eines IT-Ausbildungsraumes geschaffen, in dem zwei erfolgreiche Trainerinnen ganztägig für den Unterricht der Mädchen zur Verfügung stehen. Von dieser Arbeit konnten sich bereits Antje Swart und Pia Weide im Herbst 2012 überzeugen, die für den VFKE längere Zeit in Ma Niketan auf eigene Kosten mitarbeiteten. Auch dieses sinnvolle Projekt wird der VFKE im kommenden Jahr gern unterstützend begleiten und freut sich über jede Spende für das neue Wohnhaus und das nachfolgende Ausbildungszentrum.




November 2014

Zum dritten Mal seit 2011 führte es Pia Weide nach Ma Niketan (s. Rundbrief 2011 und 2012). Sie stellte schnell fest, dass es dort allen Schwestern, Mädchen, Küchen- und Gartenhelferinnen gut ging, obwohl sich die Bewohnerinnen Ma Niketans in einer schwierigen Situation befinden; es geht um den Bau des Wohnhauses „Little Paradise“. Die von der zuständigen Behörde benötigte Baugenehmigung lässt bekanntlich seit längerer Zeit auf sich warten. Ohne diese kann das baufällige, wasser- und kältedurchlässige Haus nicht neu gebaut werden. Vor Ort sind bereits vorbereitende Maßnahmen getroffen worden. Die Mädchen wurden übergangsweise in einem anderen Haus untergebracht. Das ist allerdings keine längerfristige Lösung, da dieses Gebäude täglich für Bildungszwecke genutzt wird (Hausaufgaben, Nachmittagsunterricht, Yoga, Tanzunterricht, diverse Proben für Veranstaltungen) und zukünftig zum beruflichen Ausbildungszentrum umgebaut werden soll (s. Rundbrief 2013).

Wir vom VFKE e.V. hoffen weiterhin für alle Bewohnerinnen in Ma Niketan auf eine schnellstmögliche Baugenehmigung, damit die beiden geplanten Projekte realisiert werden können, vor allem der dringend notwendige Wohnhausbau.

Pia Weide besuchte die Bewohner in Ma Niketan und informierte sich über den Stand der Baumaßnahmen