Milchwirtschaft in Ayolas

In den Osterferien 2006 konnte sich der VFKE vom Stand des Projektes Ayolac - Förderung regionaler milchverarbeitender Kleinindustrie - durch einen Besuch persönlich ein Bild machen.

Die Projektgelder sind angemessen zum Aufbau und zur Einrichtung der Produktionsstätte verwendet worden, und zur behördlichen Abnahme und Registrierung der Firma Ayolac und seiner Produkte. Die Abrechnungen über die Ausgaben sind belegt.

Aktueller Stand:

Es werden täglich 150 Liter Milch in einer eigenen Fabrikationsstätte zu Milch, Yoghurt, Speiseeis und dulce de Leche verarbeitet. Die Milch kommt von ca. 15 Kleinbauern der näheren Umgebung, die die Milch persönlich in der Produktionsstätte abgeben. Bislang hatten die Kleinbauern keine Abnehmer für ihre Milch. Die Milch wird in einem doppelwandigen Topf von 150 Liter Fassungsvermögen erhitzt und dabei sterilisiert. Die Erhitzung geschieht über einen dafür konstruierten Druckofen (caldera, Bild rechts), der Wasser in Wasserdampf verwandelt, welcher dann in den Zwischenraum des Topfes geleitet wird. Mit dem Wasserdampf werden auch alle Gefäße sterilisiert, die die Milch-produkte aufnehmen. Als Gefäße dienen die üblichen Joghurt - Plastikbecher 150 ml) und etwas größere Plastikbecher (250 ml)für dulce de leche. Die Plastikbecher werden mit einer Handpresse und Aluminiumdeckeln versie­gelt. Sie erhalten einen Aufkleber mit dem der Inhalt spezifiziert wird. (verschiedene Geschmacksrichtungen des Joghurt)

Die pasteurisierte Milch wird in Plastikfla-schen von 1 Liter oder 1,5 Liter Inhalt abge-füllt, welche von Kindern auf der Straße auf-gelesen werden (alte Cola- oder Spritefla-schen) und nach Sterilisation gefüllt. Die Verteilung der Ware erfolgt zu Fuß mit umgehängte Kühltasche oder mit dem Fahrrad mit kleiner Camping-Kühlbox. Dabei helfen Jugendliche des Städtchens Ayolas. Der Produktionsprozess für 150 Liter benötigt den ganzen Tag. Die Produkte sind inzwischen gut bekannt und von der regionalen Bevölkerung geschätzt. Der Preis ist konkurrenzfähig mit denen der drei großen nationalen Produzenten. Der Gewinn ist allerdings vernachlässigbar klein.